Freitag, 26. August 2016

HYPERLYTE1


















Communication increasingly takes digital form and „the self“ as well as „the other“ stands in line with product advertisement (i.e. social media feeds on facebook and instagram, where the distinction between profiles of real persons and products dissappear). At the same time a permant, obsessive documentation takes place which goes hand in hand with creating new classifications of attractiveness, potential and performance (achievement, accomplishment, effort).
Profiling the self in the network, oneself is in a state of constant allert. One is rady to defend themselves against potential atacks from competitors or against the threat of of going down in the omnipresent stream of symbols and omens.
If „the other“ becomes indistinct and blends in with the infernal sameness, one can find rescue in defining “the self“ by practising self-control.
All the while it is paradox that the aspiration to materialise in the most vital way takes place by demateriealising in a virtual reality.
Ironic is that the body becomes increasingly redundant.

The physical self pursues the circualting mass of heavy, dull information.
The only salvation from being a redundant, undefined body can be found by reinventing the body in it’s own character.

If you assign the moving undefined body to transliterated gestures in order to perpetuate the own virility, the former undefined body transforms into the symbol itself.
By doing so the body can dive into the sea of symbols.



„Die Hölle sind (wie Sarte sagt) die anderen. Und wir sind auch
eine Hölle für uns selbst, indem wir uns selbst beobachten.

Wenn das Subjekt von den subjektlosen ,unbewussten Kräften des unendlichen Zeichenspiels unterminiert, dekonstruiert und aufgelöst würde, so wäre dies eine Rettung aus derHölle.
Gerade durch die Verkündung seiner eigenen Au ösung kann sich das
Subjekt, wie gesagt, am besten verbergen- und umso gefährlicher
werden.“ Aus „Unter Verdacht“ Boris Groys,

Während Kommunikation zunehmend digitale Formen an- nimmt und sich das Selbst wie das Andere in Anzeigen von Produktwerbung einreiht (Vgl. Den Feed auf sozialen Netz- werken wie Facebook und Instagram, wo die Pro lunter- schiede zwischen realen Person und Produkten schwinden) werden zugleich permanent zwanghaft kontrollierende Doku- mentationen betrieben und außerdem Praktiken der Kategori- serung in Attraktivität, Potential und Leistung trainiert.
Das Selbst als Pro l im Netzwerk be ndet sich in stetiger Deckung und Verteidigungsbereitschaft vor möglichen An- griffen durch feindliche Konkurrenten oder den Untergang
im irritierenden Strom der Zeichen. Wenn das Andere in der Hölle des Gleichen verschwimmt, besteht die Rettung in der Konturaufzeichnung des Selbst durch Selbstkontrolle. Para-
doxerweise ndet der vitalistische Materialismus im demateri- alisierten Virtuellen statt. Der Körper an sich wird zunehmend über üssig und verfolgt die zikulierenden Daten als schwere, träge Masse. Die Erlösung aus diesem unde nierten Zustand des Körpers als über üssiges Material kann nur in seiner Transformation zum Zeichen selbst erfunden werden.
Wenn den Bewegungen des Körpers als unbestimmter Mas- se kontrollierte, codierte Gesten zur Aufrechterhaltung der eigenen gesunden Potenz zugewiesen werden, wird dieser zum Zeichen selbst transformiert,
das in das Meer der Zeichen eintauchen kann.


„Der Moment seiner Verschmelzung mit dem Netz nichtmenschlicher
Kräfte, das ihn umfasst und den Kosmos als ganzen können wir den Tod nennen , entspricht eher der

radikalen Immanenz-der konkreten Totalität des Moments, in dem wir
völlig in unserem Körper aufgehen und schließlich zu dem werden,
was wir immer gewesen sein werden : ein virtueller Leichnam.“ Aus Posthumanismus,
Rosi Braidotti 


„Verteidigung beim Kickboxen
Meid-Bewegungen beim Kickboxen allgemein:
Um den Angriffen des Gegners ausweichen zu können, muss man schnell sein. Die sog. „Schrecksekunde“ muss durch das Beobachten des Gegners und Erahnen der Technik verkürzt werden. Man muss also darauf vorbereitet sein, jederzeit einem Angriff auszuweichen. Bei der Ausweichbewegung darf es zu keiner Überreaktion kommen, d. h. die Bewegung muss minimal sein um den Angriff gerade noch so auszuweichen. Ansonsten wird die Ausweichbewegung zu lang dauern und eine ungüns- tige Stellung verursachen. Wenn die Ausweichbewegung zu heftig ist, kann das Gleichgewicht verloren gehen. Bei einer kleinen Meid-Bewegung ist die Position zum Kontern günstiger. Es gehört daher eine gewisse „Abgebrühtheit“ dazu, wirklich nur die geringste Ausweichbewegung zu machen. „ http://www. kickboxen24.de/kickboxen-meidbewegungen.htm


Diese Kontrolle wird in Fitness- Einrichtungen praktiziert. Auf den Leinwänden von Studios wie McFit und Hard-Candy laufen simulierte Trainingseinheiten, die die Ausübung von Selbstkontrolle unterrichten. Häu g wird sich bei den abwechslungsreichen Trainingsein- heiten auf traditionelle Sportarten berufen. Es werden außerdem neue Sportarten erfunden, um verschiedene Techniken zu kombinieren.
Denn indem ich meinen Körper trainiere, wiege ich mich in der Illusion durch die Ar- beit an seiner Gesundheit, seine Haltbarkeit und meine Lebensdauer selbst bestimmen zu können. Damit steigere ich mein Potential zugunsten des Vitalismus. Mit Trainingsein- heiten aus der Selbstverteidigung halte ich meinen Körper t und bin zugleich jederzeit breit, mich gegen eventuelle Gegner zu ver- teidigen.
Die Aufmerksamkeit im Boxring, das soge- nannte Scanning illustriert die heutige Allzeit- bereitschaft, auf eventuelle Angriffe vorberei- tet sein zu müssen.


Ausgehend von dieser Perspektive soll ein ktives Selbstverteidigungsvideo entstehen. Der Ansatz der Er ndung ist spielerisch. Ähnlich wie Computerspiele lehnt sich die neuerfundene Selbstverteidigungstechnik „HYPERLYTE an eine altbekannte Saga aus der Antike.
Als neunte Aufgabe im Herakles-Mythos gilt es,
den heiligen Sonnengürtel der Amazonenkö- nigin Hyppolyte zu stehlen.

Hippolyte gebiert Theseus schließlich einen Sohn, den Hippolytos, wird verstoßen und kehrt zu ihrem Amazonenvolk zurück. Ausgehend von dem Raub des Gürtels soll eine Selbstverteidigungstechnik inszeniert werden, die sowohl, Geist, Körper und die Kunst der materiellen Au ösung zelebriert. Beginnend mit einer Meditation, einem vita- lisierendes Warm-Up, verschiedenen Kick und Meidbewegungen wird sich das Medium zunehmend verfremden und Au ösen. Das Kostüm lehnt sich im Stil an die herkömmli- chen Trainingsanzüge des Karate und Ele- mente der Verschleierung.
Die Produktion des Videos ndet im Bluebox- Studio statt.
Im Nachhinein werden die Studioaufnahmen durch ein animiertes Setting aus virtuellen Naturelementen und animierten gezeichne- ten Schatten bereichert. 
















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